Zaubertheater

…bei Ihrer Veranstaltung.

Berühmte Zaubertheater der Vergangenheit

 

Der Salon Hofzinser

 

Das Zaubertheater des Zauberkünstlers Johann Nepomuk Hofzinser wurde 1856 in Wien eröffnet. Er war zu seiner Zeit der wahrscheinlich berühmteste Zauberkünstler, der sich auf Spielkarten spezialisiert hatte. Viele seiner Techniken und Routinen werden auch heute noch in angepasster Form in heutigen Zaubertheatern präsentiert.

Die Eröffnung seines Zaubertheaters war ein großes Spektakel. Schon im Vorfeld kündigten Inserate und mehrere Artikel in Wiener Zeitungen dieses Ereignis an. Das kuriose dabei war, dass das Zaubertheater offiziell auf seine Frau lief, da er als Wiener Beamter seinern Namen nicht für Werbezwecke nutzen durfte.

Auszug aus der Morgenpost vom 18. Dezember 1856: „Frau Hofzinser – ein in den gesellschaftlichen Kreisen Wiens viel bekannter und geschätzter Name – eröffnet in den nächsten Tagen ihren Salon zu Produktionen aus dem Gebiet der Magie.“

Das Eröffnungsprogramm gliederte er in 10 Programmpunkte. Die überwiegend aus Kartenkunststücken und einem ganz besonderen Mentalkunststück bestand, in welches auch seine Frau integriert wurde.

Beim Zaubertheater besonders hervorgehoben wurde, die Atmosphäre und Intimität des Zaubersalons. Der Eintritt in das Zaubertheater kostete damals ein Vermögen. Die 2 Gulden für die teuersten Plätze machte ein Besuch für die überwiegende Mehrzahl der Bevölkerung unerschwinglich.

 

Bartolomeo Bosco (* 3. Januar 1793 in Turin; † 7. März 1863 in Gruna, Dresden)

 

war ein italienischer Zauberkünstler,[1] der zuletzt in Dresden lebte. Er gilt als einer der ersten Vertreter einer „ehrlichen Magie“, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der Zauberkunst eine Abkehr von Mystifizierung und Aberglaube hin zur Unterhaltungskunst vollzog. Dem Zauberkünstler genügte das Zaubertheater nicht. Er verzauberte die Menschen auf Straßen und Plätzen, in Buden und gekrönten Häusern. Er war auch der Zauberer der Könige und Kaiser und machte die europäischen Paläste zu seinem Zaubertheater. Unterwegs war er von Russland, quer durch Europa bis nach Ägypten. Er zauberte auf Hochzeiten, auf den Festen des Adels und für das gemeine Volk. Einer seiner Paradekunststücke war das Becherspiel. Er erhob dieses wunderbare Kunststück aus der Betrügerecke hin zu einem Kabinettstück der unterhaltsamen Täuschungskunst.